FrankfurtRheinMain

Sonderausstellung KELTENWELT digital

Informationen

Unter dem Motto "3D-Scanning in der Archäologie" ist die Sonderausstellung in der Keltenwelt am Glauberg zu sehen.

Reale Dinge in digitale Daten zu überführen – dies ist das Wesen des 3D-Scannings. Bereits in vielen Bereichen der Wissenschaft und Technologie werden Gegenstände und Räume dreidimensional dargestellt. Zunehmend setzt auch die Archäologie auf diese Technik – auch wir in der Keltenwelt am Glauberg. Unsere neue Sonderausstellung widmet sich deshalb dieser neuen und hochspannenden Methode.

3D-Scanning – das sind die Vorteile für die Archäologie:

  • Dokumentation von archäologischen Funden
  • Möglichkeit der vielfältigen Wiedergabe und weltweiten Verbreitung der generierten Daten
  • Datenerhalt bei Verlust des Originals
  • Virtuelle Begutachtung und Deutung archäologischer Funde
  • Sichtbarmachung von Details wie Verzierungen
  • Animation der Funktionsweise
  • Computerunterstützte Rekonstruktion von Fundstücken 
  • Anfertigung von Nachbildungen in unterschiedlichsten Maßstäben als 3D-Druck

Mit unter anderem dem Fraunhofer Institut für graphische Datenverarbeitung realisiert die Keltenwelt am Glauberg ein Programm zur Digitalisierung ihres archäologischen Bestandes. Die einzigartigen Funde sollen bewahrt und für viele Menschen erleb- und erforschbar gemacht werden. In der Sonderausstellung werden einige der zahlreichen Anwendungen präsentiert.

So funktioniert‘s!

Archäologische Funde sind meist sehr zerbrechlich. Dank dreidimensionaler Computermodelle kann ein Fundstück nachvollziehbar gemacht werden. Auch seine Funktionsweise lässt sich so anschaulich vermitteln. Das Beispiel zeigt den ausgeklügelten Verschluss des goldenen Halsrings aus dem Grab des „Keltenfürsten vom Glauberg“. Das Schließsystem erlaubte das An- und Ablegen des Halsschmucks ohne fremde Hilfe.

3D-Scanning erlaubt, die eingehende Betrachtung von archäologischen Funden auch ohne diese in den eigenen Händen zu halten. Virtuelle Modelle (fragiler) Originalfunde können so beliebig gedreht und von allen Seiten begutachtet werden. Darüber hinaus ist es möglich, sie an allen Orten der Welt zu betrachten, so wie auf unserer Website. Nicht nur Wissenschaftler/Innen können so auf eine Darstellungsart zurückgreifen, die weit mehr Informationen preisgibt als nur zweidimensionale Bilder. Besonders eindrucksvoll lässt sich das Objekt natürlich mit einem 3D-Bildschirm betrachten und mit Gestensteuerung bewegen. Dies ist in unserer Sonderausstellung möglich.

Die aus dünnem Bronzeblech zusammengesetzte Kanne aus dem Herrschergrab 2 vom Glauberg ist äußerst zerbrechlich. Dank der virtuellen Darstellung ihrer 3D-Daten lassen sich die Form der Kanne und ihre plastischen Verzierungselemente besonders eindrücklich erfassen.

http://www.keltenwelt-glauberg.de

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