St. Cäcilia

Katholische Kirche
Der Blickfang in Heusenstamms schöner Barockkirche ist das aufwendige Deckengemälde, das eine Gräfin gegen alle Bedenken durchsetzte.
Dass das 19.000-Einwohner-Städtchen Heusenstamm eine der schönsten Barockkirchen Hessens hat, verdankt der Ort vor allem einer Frau. Gräfin Maria Theresia von Schönborn-Montfort war um 1735 die treibende Kraft hinter dem Bau der Kirche, die sie als Grabeskirche für ihre Familie planen ließ. Man darf sich Maria Theresia als sehr willensstarke Frau vorstellen. Für eine Kirche, wie sie ihr vorschwebte, fehlte das Geld in Heusenstamm und dennoch setzte sie alle ihre Vorstellungen durch: Architekt wurde der renommierte Würzburger Hofbaumeister Balthasar Neumann.
Obwohl bei der Innenausstattung gespart und auf aufwendige Malereien verzichtet werden sollte, ließ sie den Augsburger Maler Christoph Thomas Scheffler ein riesiges Deckenfresko anfertigen, das die Auferstehung Christi und die Auferweckung des Lazarus zeigt und heute zu den renommiertesten Secco-Malereien in Deutschland zählt.
Begraben allerdings liegt Maria Theresia an dieser Stelle nicht, so wie sie es sich wünschte. Sie starb 1751 in Wien, aber nur ihr Herz wurde nach Heusenstamm überführt und in der Kirche beigesetzt.

Gut zu wissen

Organisation

Tourismus- und Congress GmbH Frankfurt am Main

Lizenz (Stammdaten)

Lizenz: Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen

In der Nähe