Historische Rheinschiffsmühle Ginsheim

Technisches Museum
Spezialmuseum

Die letzte Schiffsmühle auf dem Rhein wurde 1928 geschlossen. Ginsheimer Bürger*innen haben sie mit großem Einsatz nachgebaut. Ihre Technik fasziniert noch heute.

Die Idee ist so alt wie gut: Warum die Kraft des Wassers nicht direkt auf dem Wasser nutzen? Genau das ist das Prinzip von Schiffsmühlen, bei denen die Mahlanlagen auf Pontons auf dem Wasser liegen. Ende des 19. Jahrhunderts waren allein in der Gegend bei Ginsheim noch 17 Schiffsmühlen im Einsatz, über Jahrhunderte brachten die Bauern ihr Getreide hierher ans Rheinufer – bis die Industrialisierung und der Schiffsverkehr den Schiffsmühlen ein Ende machte. 1928 wurde die letzte Schiffsmühle in Ginsheim geschlossen und nach Mainz gebracht, wo sie durch die Bomben des Zweiten Weltkriegs zerstört wurde.
Und dennoch liegt sie wieder im Rhein: Mit viel ehrenamtlichem Einsatz und nach akribischen Recherchen wurde die letzte Rheinschiffsmühle detailgetreu rekonstruiert und kann seit 2005 bei Führungen besichtigt werden. Die Technik, die damals zum Einsatz kam, beeindruckt noch heute. Von Transport und Reinigung des Korns über verschiedene Mahlverfahren bis zum Sieben lässt sich die Arbeit des Müllers hier gut nachvollziehen. Der wohnte übrigens direkt auf der Mühle und hatte einen straffen Arbeitsplan: Urlaub gab’s nicht.

Gut zu wissen

Öffnungszeiten

Jan-Feb: 1. und 3. Sonntag im Monat, Führung um 14:00 Uhr
März-Okt: Sa-So: Führungen um 14:00, 15:30 und 17:00 Uhr
Nov: 1. und 3. Sonntag im Monat, Führung um 14:00 Uhr

Im Dezember geschlossen

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Weitere Infos

Eintritt inklusive Führung

Organisation

Tourismus- und Congress GmbH Frankfurt am Main

Lizenz (Stammdaten)

Lizenz: Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen

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