Bansamühle
Die Geschichte dieses Hauses begann mit großen Hoffnungen: Ende des 17. Jahrhunderts hatten sich hugenottische Flüchtlinge hier niedergelassen und die Siedlung Neu-Isenburg als Planstadt angelegt. Einer der Gründer, Andreas Loeber, errichtete 1705 schließlich auch diese Wassermühle am kleinen Luderbach und betrieb sie bis zu seinem Tod sieben Jahre später. Doch der Bach entpuppte sich als zu schwaches Rinnsal, rund 60 Jahre später gaben Loebers Nachfolger den Versuch mit der Mühle auf – und verkauften Haus und Land an zwei Brüder aus der Frankfurter Kaufmanns- und Bankiersfamilie Bansa: Johann Conrad und Johann Matthias. Die Bansa-Brüder nutzten das Barockensemble nun für ganz andere Zwecke: Sie und ihre Nachkommen verbrachten hier die Sommerfrische – und veranstalteten exklusive Parties für Frankfurts höhere Kreise. Zu den Gästen zählten etwa auch Goethes Mutter und die Familie Brentano. Gefeiert wird an diesem Ort auch heute noch: Inzwischen gehören das Barockhaus und sein Park samt Wasserspiel, Pavillon, geometrisch angelegten Beeten der Stadt Neu-Isenburg, die es für standesamtliche Trauungen nutzt.
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