Mit „100 Jahre Neues Frankfurt“ rückte das Museum Angewandte Kunst eine Gestaltungsbewegung in den Mittelpunkt, die das Leben in Frankfurt nachhaltig veränderte. In den 1920er-Jahren entstanden unter Stadtbaurat Ernst May neue Wohnsiedlungen, öffentliche Bauten und Grünanlagen. Auch die Frankfurter Küche von Margarete Schütte-Lihotzky wurde zum Sinnbild eines modernen, funktionalen Alltags. Die Ausstellungen beleuchteten jedoch weit mehr als Architektur. Fotografien, Filme, Originalzitate, Infografiken und historische Objekte zeigten, wie eng Stadtplanung, soziale Fürsorge, Bildung, Gesundheit und Gestaltung miteinander verbunden waren. Persönlichkeiten wie Ludwig Landmann, Martin Elsaesser und Ferdinand Kramer stehen dabei ebenso im Fokus wie die Frage, was eine lebenswerte und gerechte Stadt ausmacht. Der Rundgang öffnete den Blick für Spuren, die bis heute im Frankfurter Stadtbild sichtbar sind. Zugleich schlug er eine Brücke in die Gegenwart: Wie lassen sich bezahlbarer Wohnraum, gemeinschaftliche Infrastruktur und gutes Zusammenleben heute gestalten? So wurde das Jubiläum zu einer vielschichtigen Begegnung mit Frankfurts moderner Geschichte und ihren überraschend aktuellen Ideen.
Organisation
Tourismus- und Congress GmbH Frankfurt am Main






